Im Rahmen einer Bildungszeit zur Bremer Geschichte seitens des Focke Museums durfte ein Besuch in der Wilhelm und Helene Kaisen-Stiftung natürlich nicht fehlen!!
Bei dem Rundgang durch das Wohnhaus hat es mir die Wohnküche besonders angetan.
Das Leben der Großfamilie Kaisen konnte ich mir bildlich vorstellen. In der Küche hat ein Großteil des täglichen Lebens stattgefunden, dort war es warm, es wurde gekocht und gebacken, die Mahlzeiten konnten an dem großen Esstisch gemeinsam eingenommen werden. Die Wohnküche war der Mittelpunkt des Hauses.
Die Fotografie neben dem Kohleofen in der Wohnküche, auf dem Wilhelm Kaisen gemeinsam mit dem damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss abgebildet ist, hat mich sehr beeindruckt.
Beide Männer stehen entspannt vor dem Ofen in der Küche.
Wilhelm Kaisen trägt eine Strickjacke, der Bundespräsident ist mit Krawatte, Weste und Jackett gekleidet und raucht eine Zigarre.
Trotz des Besuchs, der Bundespräsident kommt ja nicht täglich vorbei, sind über dem Ofen auf einer Wäschespinne die selbstgestickten Strümpfe zum Trocknen aufgehängt.
Dieses Bild spiegelt für mich die Bodenständigkeit der Familie Kaisen wider.
Sabine Pabst-Eisenhauer ist das „jüngste“ Mitglied im Team der Wilhelm und Helene Kaisen-Stiftung. Seite 2026 beteiligt sie sich an den regelmäßigen Öffnungstagen in der Dokumentationsstätte.