Die Hitze war im ersten Sommer schlimm, es standen noch keine Bäume, die Schatten spendeten. Nur am Oberen Fleet war Schatten. Durch den Mariannenhof, der damals noch ein kleiner Wald war, und die Fleete, die noch richtige Wassergräben waren, gab es Schatten und Kühle. Dort gingen wir hin und saßen auf der Wiese, wenn es nicht auszuhalten war. Nachts konnte man im Haus alle Fenster und Türen unbehelligt offen lassen, so dass die nächtliche Kühle wieder Frische ins Haus brachte. Tagsüber gaben die Vorhänge und Rollos den nötigen Sonnenschutz. (…) An lauen Sommerabenden hörte man Frösche quaken und Grillen zirpen, und in der Dämmerung flogen die Fledermäuse.
Aus: Ilse Kaisen, Unser Leben in Borgfeld
So erinnert Ilse Kaisen, die älteste Tochter der Familie Kaisen, den Sommer 1934. Das Bild von circa 1936 stammt aus dem privaten Fotoalbum der Familie Kaisen. Mehr dazu finden Sie in unserer Dokumentationsstätte.